FOOD-TOURISM:
DIE GESCHMÄCKER DER WELT

Im Dezember 2019 befragte Four Seasons in einer Studie 5000 Menschen, was das wichtigste Souvenir ihres Urlaubs sei. An erster Stelle mit 56 Prozent gaben die Befragten an, dass es das Kochen und die Freude an neuem Essen ist. Das Essen als Erlebnis der lokalen Kultur, als Zugang zu Menschen und Destinationen spielt für immer mehr Reisende und somit auch in der touristischen Vermarktung eine immer größere Rolle. Befragt nach den Erlebnissen, an die Urlauber besonders gerne zurückdenken, steht regionales Essen und Trinken mit 68 Prozent auf Rang drei nach gutem Wetter und schöner Landschaft (FUR Reiseanalyse 2018). Der Trend des Food-Tourism bezeichnet den Wunsch, fremde Kulturen kulinarisch zu entdecken. Die Teilnahme an Kochkursen- und workshops, der Besuch von Märkten und Food-Festivals – mehr noch als touristische Erfahrungen werden authentische Erfahrungen vor allem kulinarischer Art gesammelt. Neue Geschmäcker und Gerüche, unbekannte Rezepte, Zutaten und die Geschichten dazu – das ist für viele ein wesentlicher Teil des Reiseerlebnisses

NACHHALTIGKEIT: GERNE MEHR DAVON

Nachhaltigkeit als einen Trend zu bezeichnen, entspricht nicht mehr ganz den Tatsachen. Das Thema ist angekommen, es hat sich etabliert. In den Köpfen der Menschen findet es statt und täglich in den Medien. In der Wahrnehmung von Marken spielt es eine immer größere Rolle.

 

DIE HERAUSFORDERUNG: EINSTELLUNG UND VERHALTEN

Regelmäßig erreicht das Thema Nachhaltigkeit in Umfragen Traumquoten. Zuletzt erneut in der Reiseanalyse 2020 der FUR, in der 61 Prozent der Befragten der Aussage zustimmten „Mein Urlaub soll möglichst sozial verträglich, ressourcenschonend und/oder umweltfreundlich sein“. Laut Umfrage des Martforschungsinstituts YouGov (Februar 2020) gaben sogar 71 Prozent an, dass ihnen ein umweltfreundlicher Urlaub wichtig ist. Befragt aber, ob Nachhaltigkeit eine Rolle bei der Kaufentscheidung für Reisen 2019 spielte, gaben 90 Prozent an: „Nein, Nachhaltigkeit war mir bei der Planung egal“ bzw. „Hat einen gewissen Einfluss, ist aber für die endgültige Entscheidung nicht ausschlaggebend“. Und bei der Reisanalyse der FUR gaben lediglich 6 Prozent der Befragten an, dass sie auf Nachhaltigkeitskennzeichnungen der Unterkunft oder des Reiseveranstalters achten. Geringe 3 Prozent sagten, dass sie für Flüge kompensieren würden.

ACHTSAMKEIT: DIE REISE NACH INNEN

Wo sich alles immer schneller dreht, wo nur noch Leistung gefragt ist und wo die Digitalisierung fast alle Branchen und Berufe folgenreich verändert oder gänzlich neu entwickelt, da entsteht ein wachsender Gegentrend hin zur Entschleunigung, zum Innehalten und der Suche nach neuen “alten” Werten.

EIN BEGRIFF MACHT KARRIERE

Bereits im Jahr 2016 hat das Zukunftsinstitut dem Trend der Achtsamkeit eine große Zukunft vorausgesagt. Erstaunlich einerseits, lehrte Buddha die Achtsamkeit doch bereits vor über 2.600 Jahren. Doch gar nicht erstaunlich, wenn man einen Blick auf die heutige Gesellschaft und ihre Begleiterscheinungen wirft. Wir leben in einer Welt, die überfüllt ist mit Meldungen, Meinungen, Erregungen, Krisen, Katastophen und Ängsten. Das Internet verändert unsere Wahrnehmung. Klickraten sind die neue Währung und (nicht nur) die Medien wissen, wie man sie erhält. Skandale, Negativität und Übertreibungen bestimmen die Nachrichtenwelt (Buchtipp: Hans Rosling “Factfulness”). Hinzu kommt eine Disruption durch digitale Innovationen, die Märkte und Geschäftsfelder neu entwickelt oder teilweise komplett zerstört, was Auswirkungen auf die eigenen Lebensentwürfe hat. Die Antwort darauf ist der Rückzug ins Innere, die Besinnung auf sich selbst. Achtsamkeit geht einher mit dem Selbst: Selbst-Bestimmtheit, Selbst-Wirksamkeit, Selbst-Vertrauen. Die eigenen Stärken fokussieren, zur Ruhe kommen und das Gedankenkarussell zum Anhalten bzw. in “geordnete Bahnen” bringen – die Techniken, die Yoga und Meditation vermitteln sind gefragt wie nie. Laut einer Studie aus dem Jahre 2018 des Berufsverbands der Yogalehrenden in Deutschland (BDY) haben bereits 11,3 Millionen Bundesdeutsche Yoga praktizert und praktizieren es aktiv. 12,5 Millionen können sich vorstellen, Yoga zukünftig zu lernen. Und wo und wann kann man besser neue Dinge ausprobieren als im Urlaub…

FLOATING BREAKFAST

Niemand weiß genau, wer es wann erfunden hat: das Floating Breakfast. Man weiß allerdings, dass es innerhalb der letzten zwei Jahre zu einem weiterhin stark wachsenden Trend geworden ist. Vor allem in Bezug auf Facebook und Instagram nicht ganz unwichtig. Gästefotos, die, wie in diesem Fall, ein entspanntes Verwöhnambiente mit Urlaubsfeeling in exotischer (Hotel-) Kulisse zeigen.

VON BALI ÜBER THAILAND AUF DIE MALEDIVEN

Mit der Idee der schwimmenden Frühstücke haben Hoteliers solch eine „instagrammable“ Idee ersonnen. Darüber hinaus ist ein Floating Breakfast natürlich auch eine wunderbare Bereicherung der Urlaubserlebnisse. Wie abseits des Alltags ist ein Frühstück auf einem schwimmenden Tablett im eigenen Pool? Selbst in Hotels ist das außergewöhnlich. Und damit genau das, was Urlauber und Reisende sich im Urlaub wünschen: eine neue Erfahrung. Dem Sagen nach geht die Idee auf das Ayana Resort and Spa auf Bali zurück, wo das Floating Breakfast das erste Mal 2010 angeboten wurde. Ob Ayana oder wer anders es erfunden hat, lässt sich nicht belegen. Erwiesen ist, dass das Banyan Tree Ungasan 2017 es in seinem Angebot etabliert hat, gefolgt vom Banyan Tree Koh Samui und Banyan Tree Bintan, und heute auch auf Phuket und den Malediven. Voraussetzung für das Erlebnis eines Floating Breakfast ist der Private Pool einer Suite oder Villa, versteht sich. Denn ein ruhiges Schwimmverhalten rund ums Frühstück ist ursächlich für ein gutes Erlebnis. Und auch zu viele Fotos sollte man nicht machen, denn irgendwann ist auch der heiß servierte Kaffee nur noch lauwarm. Ansonsten gilt die Devise: sich treiben lassen mit Croissant und Marmelade.

Der Trend dehnt sich aus von Bali über Thailand auf die Malediven. Bei Loloma Finest Travel by Ticket und Touristik bekommen Sie Informationen, die Floating Breakfasts anbieten.